Checklisten für alle mögliche Themen:

- Pressemappe erstellen.

(Dank an Helge Zembold für das Material)
Pressemappen dienen der Vorstellung des Vereins gegenüber Reportern. Bei einem z.B. Flugfest ist nicht immer Zeit, alles zu zeigen, im Gedächtnis bleibt die Informationsfülle sowieso nicht. Eine Menge Standardinformationen können in solchen Mappen mit relativ wenig Aufwand verteilt werden. Mit kleinen Modifikationen kann das Material auch zur Mitgliederwerbung verwendet werden. Die Mappen sollten gelegentlich mit Presseartikeln verschickt und bei jedem Repoterbesuch ausgehändigt werden.
Logischerweise kann hier keine fertige Pressemappe heruntergeladen werden. ;-)

In einer Pressemappe sollte zu finden sein:
- Allg. Infos über den Verein (Anschrift, Flugplatz, Mitgliederzahl, Gebäude/Hallen, Infrastruktur, Flugzeugpark etc.)
- Informationen über den Ort in dem der Verein ansässig ist (gilt natürlich nicht für die Pressemappe, die an dei Lokalredaktion geht.
- Namen und Telefonnummern wichtiger Kontaktpersonen
- Ein Text über die Segelflug-Ausbildung
- Ein Text über den Leistungs-/Streckenflug
- eine Kurzchronik, in der vor allem die Erfolge des Vereins und einzelner Piloten betont werden (und wenn es nur der 39. Platz in der DMSt-Vereinswertung sein sollte!)
- evtl. Kopien vorheriger Presseartikel
- 2-3 Fotos vom Flugbetrieb fürs Archiv
- sämtliche Texte auf Diskette
- Einladung zu einem Presseflug zum Kennenlernen

- “Corporate Identity”

Oder auf inländisch: Roter Faden im Erscheinungsbild des Vereins... naja bleiben wir bei CI.
Ein einheitliches Erscheinungsbild erhöht den Widererkennungswert von Publikationen aller Art. Gute Erfahrungen (aber auch schlechte) aus früheren Kontakten mit dem Verein können so leichter auf das Neue übertragen werden. Elemente sind z.B.:
- Vereinslogo: Paßt es zum Verein? Wenn ihr es anschaut und sofort denkt “Nein!”, dann paßt es sicher nicht. Ansonsten laßt es wie es ist. Wenn noch keines existiert, kreiert eins. Ein Comikrabe ist dabei so gut wie ein eichenlaubumschlugenes Monogramm.
Wenn ihr ein Logo habt, laßt es so oft wie möglich auftauchen. In Vereinszeitschriften, Briefköpfen (besonders in offiziellen), Visitenkarten, Rückholertüren, Pullovern, Seitenleitwerken...
- Schriftarten, Farben, Layouts: Entwerft ein Layout für eure offizielle Vereinspost und bleibt dabei. Auch hier ist das “Wie” weniger wichtig wie die Kontinuität. Verwendet für die Korrespondenz dann auch nur diese Briefbögen bzw. Druckvorlagen.
- Termine: Setzt eure Festchen möglichst immer auf denselben Termin. Dann warten die Leute schon darauf.

- Infomaterial

Egal ob auf Papier oder im Netz. Ein gewisses Mindesmaß an Information muß Infomaterial enthalten. Auch wenn der Fußballplatz neben dem Flugplatz liegt gibt es beispielsweise trotzdem sicher noch Leute, die den Flugplatz nicht kennen. Denkt einfach an die W-Fragen aus der Schule:
- WIE heißt der Verein?
- WAS macht der Verein?
- WO findet man den Verein (Den Flugplatz, die Werkstatt, das Clubheim) - mit Wegbeschreibung für Außenlander, GPS-Koordinaten, Frequenz, Telefonnummer, Internetadresse, email. Viel hilft hier viel.
- WER ist Ansprechpartner? (Außerdem: Wer ist für die Veröffentlichung verantwortlich, also das Impressum. Jede Veröffentlichung muß ein Impressum haben, das ist gesetzlich vorgeschrieben)
- WANN kann man den Verein/die Ansprechpartner erreichen?

Diese ersten fünf Punkte sind die absolute Pflicht. Ohne diese Informationen kann auch ein noch so interessierter Leser nicht weiter nachforschen. Der Rest ist die Kür Packt so viel wie möglich hinein, aber bleibt beim Thema der jeweiligen Veröffentlichung. Hier ein paar Beispiele:
- WOMIT fliegt der Verein? Eine Flugzeugliste.
- WIEVIEL kostet der Spaß?
- WELCHE Aktivitäten werden geboten?
- WARUM macht das Fliegen Spaß?
- WER ist im Verein? Eure Vereinsstruktur, die alten Adler, die Jugend. Man geht nicht nur wegen des Fliegens in einen Verein...

Denkt daran, daß eure Infomaterialien weder nur von Laien noch nur von Experten gelesen werden. Die Mischung der Informationen wirkt auf beide Gruppen positiv.

- Ein unangenehmes Thema: Was tun wenns mal kracht?

Wenn eine Checkliste zum Abhaken da ist, vergißt man in der Hektik nichts. Außer Telefonnummern von Rettungsdiensten und anderen zuständigen Stellen sollte die Liste auch einen Punkt enthalten - wie wird die Presse gehandhabt (und die taucht mit Sicherheit auf).
Zum Runterladen ein Merkzettel der helfen soll, nichts zu vergessen wenn man eigentlich Wichtigeres im Kopf hat. In meinem Verein liegt er bei den anderen Unfallchecklisten in der Flugleitermappe. Er ist gottseidank noch nicht praxiserprobt.

Checkliste: Umgang mit der Presse im Unglücksfall